Feuerbestattung

„Feuer ist der Anfang des Lichts“

Die Feuerbestattung ist eine der ältesten Bestattungsarten der Welt und ist in vielen Kulturen bekannt und gebräuchlich. In Deutschland wird der Leichnam mit Sarg in einem Krematorium verbrannt. Ein Scharmottstein mit einer Nummer, der zum Leichnam gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung.
Nach der Verbrennung wird die Asche mit dem Schamottstein in eine Metallkapsel gefüllt und verplombt. Anschließend kann die Urne in einem Urnengrab beigesetzt werden. Die starke Zunahme der Feuerbestattungen in den letzten Jahrzehnten hat ihren Grund zum Einen in den deutlich höheren Kosten für eine Erdgrabstelle im Vergleich zum Urnengrab und zu Anderen spielen auch ästhetische und hygienische Überlegungen eine Rolle.
Zu beachten ist, dass es gesetzliche Vorschriften zur Genehmigung einer Feuerbestattung gibt. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Todesursache und der Identität des Toten bestehen. Daher erfolgt eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt oder Rechtsmediziner im Krematorium.

Erdbestattung

Erdbestattung bedeutet, die Beisetzung des Verstorbenen erfolgt im Sarg.
Die Trauerfeier am Sarg bietet Angehörigen nicht nur die Möglichkeit, noch einmal vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Sie spielt auch eine zentrale Rolle bei der Trauerbewältigung. Sowohl eine Abschiednahme am offenen als auch am geschlossenen Sarg ist möglich.
Dies gilt ebenso im Fall der Feuerbestattung, denn auch hier wird ein Sarg benötigt. Die Trauerfeier am Sarg bietet eine angemessene Form des persönlichen Abschieds, denn der Verstorbene ist „körperlich“ anwesend. Die Form des Sarges assoziert die menschliche Körperform. Bei einer Urne hingegen ist es für viele Menschen, insbesondere für Kinder nur schwer vorstellbar, dass sich darin der Verstorbene befindet.
Der Sarg symbolisiert eine schützende Hülle, welche der Persönlichkeit entsprechend ausgewählt werden kann (zb. besonders harmonisch, exklusiv oder klassisch sowie Farbe, Form und Holzart) Des Weiteren können Trauergäste oder Angehörige persönliche Abschiedsgeschenke in den Sarg legen und somit aktiv Abschied nehmen.

Weitere Informationen zu den Friedhöfen in Jena und Umgebung finden Sie auf der Webseite des Kommunalservice Jena.

Seebestattung

„Das unendliche Meer, aus dem das Leben einmal hervorging, ist ein würdiger Ort, um ewige Ruhe zu finden.“

Die Seebestattung ist die bekannteste Alternative zur Friedhofsbeisetzung und in Deutschland schon seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts offiziell möglich.
Meist findet am Heimatort des Verstorbenen eine Trauerfeier mit anschließender Einäscherung statt. Der Bestatter übersendet die Krematoriumsurne in der Regel mit einem Paketdienst an eine Seebestattungsreederei. Dort wird die Asche in eine Seebestattungsurne aus auflösbarem Material umgefüllt. Am Tag der Beisetzung wird die Urne an Bord des Bestattungsschiffes überführt und dort stilvoll aufgebahrt. Den Angehörigen bietet sich so noch einmal die Gelegenheit, sich in aller Ruhe zu verabschieden. Sobald das Schiff die Beisetzungsstelle erreicht hat, spricht der Kapitän die letzten Worte und die Urne mit dem Trauerkranz, sowie die Blumen der Angehörigen werden dem Meer übergeben. Ein Hissen der Flagge, musikalische Untermalung und das Blasen der Bootsmannspfeife sind oft begleitende Rituale.
Die Aschenamphore löst sich nach wenigen Stunden auf. Meer, Seesand und die Asche des Verstorbenen werden eins. Nach jeder Seebestattung erhalten die Angehörigen einen Auszug aus dem Logbuch mit der eingetragenen Position und einem Seekartenausschnitt. So kann die Position z.B. in einer Gedenkfahrt nochmals aufgesucht werden.
Alternativ zu einer Seebestattung mit Begleitung ist auch die „Stille Seebestattung“, ohne Teilnahme von Trauergästen, möglich.

Naturbestattung

„Die Natur: Alles ist immer da in ihr. Vergangenheit und Zukunft kennt sie nicht. Gegenwart ist ihre Ewigkeit.“

Die Naturbestattung ist eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene Bestattungsarten in der freien Natur. Die Form und das Äußere des Grabes sind typisch naturbelassen und eine individuelle Pflege durch Hinterbliebene ist nicht zwingend nötig. Der Beisetzung in der Natur geht in der Regel eine Einäscherung des Verstorbenen voraus. Es dürfen ausschließlich biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden.
Ein Ort der Ruhe und Besinnung in der Naturlandschaft kann den Hinterbliebenen bei der Überwindung der Trauer helfen.

Baumbestattung

Bei der Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt, damit seine materielle Hülle schneller zurück in den Naturkreislauf gelangt. Der Baum ist das Grabmal mit der Symbolik von Dauerhaftigkeit und Standhaftigkeit. Flächen für die Baumbestattung findet man innerhalb von Friedhöfen oder in festgelegten und genehmigten Waldgebieten.

Wiesenbestattung

Die Wiesenbestattung ist in Deutschland zwar nicht erlaubt, in der Schweiz jedoch ist eine so genannte Almwiesenbestattung möglich. Hierbei wir die Urne auf einer Wiese in die Erde eingebracht. Eine zusätzliche Trauerfeier an der Grabstelle ist generell möglich, die Aufstellung eines Grabsteins oder Grabkreuzes jedoch nicht.


Felsbestattung

Die Felsbestattung wird in einem Gebiet in den Schweizer Alpen durchgeführt. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen unter der Grasnarbe eines Felsens bestattet oder die Asche direkt an einem Felsen verstreut. Um die natürliche Umgebung nicht zu zerstören, ist das Aufstellen eines Grabsteines oder Kreuzes nicht erlaubt.


Luftbestattung

Bei der Luftbestattung wird die die Asche des Verstorbenen bei einer Ballonfahrt dem Luftraum übergeben. Durch das Verstreuen der Asche wird das Loslösen vom irdisch gebundenen Dasein symbolisiert. Die Angehörigen können an der Zeremonie teilnehmen. Im Anschluss bekommen sie eine Urkunde mit den genauen Koordinaten des Verstreuungsortes. Diese Bestattungsart ist nur im Ausland erlaubt.

Diamantbestattung

„Diamantbestattung, Aschediamant, Gedenkdiamant, Totendiamant, Liebesdiamant oder Trauerdiamant – viele Begriffe für ein Symbol ewiger Verbundenheit.“

Die Diamantbestattung ist die persönlichste und einfühlsamste Art Abschied zu nehmen. Zunehmende Mobilität und Globalisierung erschweren oft den regelmäßigen Besuch und die langjährige Pflege einer Grabstätte. Im Vergleich zu traditionellen Bestattungsarten ist ein Erinnerungsdiamant ein ganz persönlicher Ort der Trauer, der Erinnerung und der Freude. Erinnerungsdiamanten sind zudem über Generationen hinweg unvergängliche Erbstücke. Ihre trauerpsychologische Unterstützung kann äußerst heilsam sein. Weitergegeben werden sie erst, wenn man bereit ist, los zu lassen.
Die Herstellung kultivierter Diamanten aus industriellen Kohlenstoffen ist seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts möglich. Die Herstellung kultivierter Diamanten in Schmuckqualität ist jedoch sehr schwierig.
Daraus entstand die Idee, aus humaner Urnenasche den Kohlenstoff herauszufiltern und einen Aschediamant zu erzeugen. Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Verfahren, das von unseren Spezialisten in einem intensiven Entwicklungsprozess ausgearbeitet wurde.
Das Schürfen nach Diamanten ist weitaus einfacher und günstiger. Um eine Kristallsynthese zu ermöglichen, müssen ähnliche Bedingungen wie im Erdinneren geschaffen werden. Diamanten entstehen durch hohen Druck und hohe Temperaturen.

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